(Quelle: IBP Institut für integrative Körpertherapie www.ch-eabp.ch)


„IBP zählt sich zu den humanistischen Psychotherapien und geht von einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen, seiner Entwicklung und seinem Zusammensein mit anderen Wesen und der Natur aus. Der Mensch wird als Teil eines grösseren Ganzen verstanden. Sowohl die Herauslösung des Menschen aus seiner Umwelt als auch das dualistische Leib-Seele-Prinzip sind artifiziell. IBP setzt sich für die Überwindung dieser Dualismen ein mit der Überzeugung, dass diese für viele individuelle und kulturelle Probleme verantwortlich sind.


IBP arbeitet mit einem energetischen Modell. Leben wird als ein andauerndes Fliessen von (Lebens)Energie mit einem inhärenten Entwicklungsimpuls verstanden. Lebensqualität hat viel mit der Fähigkeit zu tun, mit seinem Selbst verbunden zu sein, seine individuelle Einzigartigkeit auszudrücken und sich aktiv gestaltend in den Lebensprozess einzubringen. Dies ist die beste Grundlage, um beziehungsfähig und ökologisch mit Mitmenschen und Natur zu leben. Frei fliessende Lebensenergie erhält Gesundheit und Wohlbefinden, blockierte Energie führt zu eingeschränkter Vitalität und früher oder später zu Krankheit. Die Befreiung blockierter Energie und die daraus entstehende körperliche und seelische Gesundheit sind Folgen der Therapie und können den Menschen für transpersonale Erfahrungen öffnen.

IBP verbindet verbale Methoden mit Körper- und Atemarbeit zu einer ganzheitlichen Psychotherapieform, die es ermöglicht, die durch unser Denken künstlich getrennten Dimensionen menschlichen Seins (Körper, Geist, Seele) wieder als Ganzheit zu erleben. Die permanente Vernetzung dieser Ebenen im therapeutischen Prozess scheint ein entscheidender Faktor für zwei zentrale Anliegen von IBP zu sein. Erstens dafür, dass die in der Therapie erreichten Veränderungen wirklich körperlich gespeichert und damit dauerhaft werden. Zweitens führt die Verbindung dieser Ebenen zu einem zunehmend besseren Kontakt zum eigenen Selbst. Damit kann Veränderung von innen heraus passieren und ein tiefgreifender Wachstumsprozess eingeleitet werden.


Beziehungsfähigkeit zum eigenen Wesenskern ist also das erste Therapieziel. Darauf aufbauend entstehen Beziehungsfähigkeit zu anderen Menschen und zur Natur und die Fähigkeit, Probleme effizient und konstruktiv zu lösen. Das Selbst-Empfinden ist als subjektives Gefühl von Wohlbefinden, Lebendigkeit, Identität und Sinnhaftigkeit direkt körperlich spürbar. Mit diesem Kernanliegen ist IBP grundsätzlich auf die Ressourcen eines Menschen ausgerichtet und weniger auf seine Pathologie. Das Arbeiten mit grundlegenden Modellen und Konzepten von IBP (Ursprungsszenario, Grenzen, Präsenz, Nähe/Distanz-Verhalten, Charakterstil, Agentenverhalten) führen zu zunehmendem Körperbewusstsein und helfen, die Schlüsselerfahrung des Selbst-Gefühls/Empfindens (in IBP auch „Ich-bin-Erfahrung“ genannt) zu machen. Einmal in Verbindung mit diesem Gefühl, kann jetzt bewusst werden, wann und wie wir es im Alltag wieder verlieren (Fragmentierung). Mit speziellen Techniken (Defragmentierung), die IBP lehrt, kann diese Verbindung oft überraschend einfach wiederhergestellt werden. Dieser Lernprozess ermöglicht es, das Leben mehr und mehr aus einem zentrierten Zustand heraus, autonom und authentisch zu gestalten. Es entsteht eine zunehmende Freiheit vom eigenen Ursprungsszenario und den daraus entstandenen Glaubenssätzen, primären Beziehungs- und Abwehrmustern.


Die in IBP verwendete Körperarbeit besteht zur Hauptsache aus Körperbewusstseinsübungen, speziellen Atmungstechniken und aus Techniken zur Lösung energetischer Blockaden im Körper. Alle diese Techniken werden sanft und respektvoll eingesetzt. Es wird dem Spüren und Verstehen einer Blockade der Vorrang gegeben vor allenfalls zu raschem Auflösen derselben. Wir verstehen Blockaden (oder Abwehrmechanismen) als ursprüngliche Schutzmechanismen. Als solche sollen sie respektiert werden, bis die Klientin eine Verbindung zu ihrem Kern gefunden hat und jetzt bereit ist, sie von innen her quasi schmelzen zu lassen. Die durch diesen Lösungsprozess frei werdende Energie steht nun für mehr Lebendigkeit zur Verfügung. IBP arbeitet also mit einem Containment-Modell. Das bedeutet: Der Focus liegt auf der Fähigkeit, Energie/Lebendigkeit aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Dies steht im Gegensatz zu anderen Psychotherapieformen, deren Hauptinteresse beim Entladen von Energie liegt (kathartisches Modell). Dieser Ansatz macht IBP zu einer effizienten und gleichwohl sanften und respektvollen Psychotherapieform, die auf dem Bewusstsein aufbaut, dass das Angebot zu einer ehrlichen menschlichen Beziehung eine der wichtigsten therapeutischen Voraussetzungen ist, um die beschriebenen, tiefgreifenden Veränderungen zu erreichen."

Was ist IBP?  (Integrated Body Psychotherapy)

lic. phil. Karin Lawaczeck

Fachpsychologin für Psychotherapie FSP

lic. phil. Karin Lawaczeck · Fachpsychologin für Psychotherapie FSP · Rigistrasse 9 · 8006 Zürich
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